Chinesische Teekultur

Die Chinesische Teekultur ist ein bedeutender Teil der chinesischen Kultur und die weltweit älteste ihrer Art. Die japanische Teekultur hat ihre Wurzeln in China, wurde aber im Laufe der Zeit unabhängig weiterentwickelt. Auch in China gibt es eine eigene Teezeremonie, die übersetzt Teekunst (chinesisch 茶藝 / 茶艺, Pinyin cháyì) genannt wird. Nach der massiven Unterdrückung der öffentlichen Teekultur während der Kulturrevolution und der Schließung vieler Teehäuser war sie nur noch im Süden und Westen Chinas sowie auf Taiwan wirklich verbreitet. Das Teetrinken hat sich jedoch bis heute unverändert in den Familien erhalten, wobei die meisten Chinesen ausschließlich ungesüßten Grüntee trinken. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas kommt auch die althergebrachte Teekultur wieder verstärkt zur Geltung.

Der chinesische Tee wird vor allem im Süden des Landes angebaut. Der grüne Tee kommt aus den ostchinesischen Provinzen Zhejiang, Anhui und Fujian, der Oolong-Tee aus Fujian oder Taiwan, der gelbe Tee aus Hunan und der rote Tee aus Sichuan und Yunnan.

In China unterscheidet man im Wesentlichen sechs Teesorten:

– 綠茶 / 绿茶, lǜchá ‚Grüner Tee‘
– 白茶, báichá ‚Weißer Tee‘
– 黃茶 / 黄茶, huángchá ‚Gelber Tee‘
– 烏龍茶 / 乌龙茶, wūlóngchá ‚Oolong Tee‘ (halbfermentierter Tee)
– 普洱茶, pǔ’ěrchá ‚Pu-Erh Tee‘ (nachfermentierter Tee aus der Stadt Pu’er)
– 紅茶 / 红茶, hóngchá ‚Roter Tee‘ (dt. Schwarzer Tee)

Es ist auch durchaus üblich, anstatt des Gelben Tees beduftete Tees (wie etwa Jasmintee) als sechste Sorte einzuordnen.

Bei der Wahl eines guten Tees sind Frische (natürliche nicht zu helle und nicht zu dunkle Teeblatt-Farbe), Natürlichkeit (ohne Konservierung- und ohne Geruchsstoffe), Ungeteiltes Teeblatt (ganze Teeblätter statt Tee-Pulver oder -Staub) und Gleichartigkeit des Naturprodukts (einzelne Teeblätter haben ähnliche Farbe und Form) die wichtigsten Kriterien.

de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Teekultur